| An der Westküste Australiens |
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| Samstag, den 16. Mai 2009 um 11:27 Uhr |
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Das Ningaloo Riff
Im Mai 2008 machten wir uns endlich wieder auf den Weg nach Australien. Zwei Monate hatten wir Zeit. Die Reise ging von Perth nach Broome, dann durch die Kimberleys nach Darwin und zum Abschluss eine Woche ins Great Barrier Reef und der Coral Sea.
Doch davon soll hier nicht die Rede sein, ich möchte euch das Ningaloo Riff an der Westküste Australiens vorstellen. In Perth hatten wir uns einen kleinen Camper gemietet. Wir waren froh unsere Kamera- und Tauchausrüstung einigermaßen gut unterzubringen und ab ging es Richtung Norden. Erste Station war Monkey Mia. Die Delphin Fütterung wollten wir uns nicht entgehen lassen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Die Delphine sind bis auf Tuchfühlung an uns herangekommen und einige haben uns sogar aus der Hand gefressen. Nächste Station war Exmouth. In Exmouth hatten wir einen längeren Stopp eingeplant, um im Ningaloo Riff zu tauchen und mit den Walhaien zu schnorcheln. Campingplatz und Tauchgänge waren schon von Hamburg aus gebucht.
![]() Kaum hatten wir uns auf dem Campingplatz eingerichtet, ging es auch schon zur Tauchbasis. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, konnten wir gleich am nächsten Morgen mit auf das Schiff. Unser Ziel "Lighthouse Reef". Briefing, Anziehen und hinein ins Vergnügen!!! Denkste, so schlechte Sicht hatten wir ja schon lange nicht mehr - 10 Meter, dann war Schluss, dass haben wir zum Teil auch in heimischen Gewässern. Vom ersten Schock erholt hatten wir dann doch einen schönen Tauchgang, denn es gab wider Erwarten viel zu sehen. Schildkröten, kleine Haie, Seeschlangen, zwei Tintenfische bei der Paarung, die sich vor Aufregung ständig verfärbten und viel Kleinzeug. Nach drei Tauchgängen und einem guten Mittagessen ging es zurück an Land.
![]() Ein Tag Pause, dann zog es uns wieder ins Wasser. Schnorcheln mit den Walhaien war angesagt - eine spannende Sache. Mehrere Tauchbasen mieten sich ein Flugzeug, um die Walhaie aus der Luft zu orten, die Piloten geben dann die Position des Walhaies an die Schiffe durch. Das Schiff, was zuerst vor Ort ist, darf die erste Gruppe ins Wasser schicken. Nach einer gründlichen Einweisung, wie das Ganze geordnet von Statten gehen sollte und welcher Abstand zum Walhai und seiner großen Schwanzflosse einzuhalten ist, konnte es losgehen. Jede Gruppe besteht aus einem Walspotter und max. 10 Schnorchler. Wauuu – es ist schon beeindruckend wenn so ein Walhai aus dem Nichts auftaucht und auf uns zukommt. Er macht seinem Ruf als sanfter Riese alle Ehre. Wenn der Walhai sehr langsam schwimmt hat man die Chance drei bis fünf Minuten mit ihm zu schnorcheln, dann übergibt der Walspotter den Walhai an die nächste Gruppe und wir gehen wieder an Bord. Das wiederholt sich so lange, bis wir alle erschöpft sind und oder es Zeit wird zurückzufahren.
![]() Wir gönnten uns wieder einen Tag an Land und dann folgte das nächste Highlight – der "Navy Pier", er gehört zu den Top Ten Tauchplätze in der Welt. Dieser Pier darf nur einmal am Tag von einer Tauchbasis angefahren und bei Niedrigwasser betaucht werden. Nachdem alle Genehmigungen von der Navy erteilt wurden, machten wir uns fertig. Der Sprung ins Wasser erfolgte über eine fast drei Meter hohe Plattform. Es erwartete uns ein Fischreichtum, der kaum zu beschreiben ist. Unter dem Pier tummelte sich alles was das Taucherherz höher schlagen lässt. Schwärme von Barakudas, Süßlippen und gelbe Schnapper, des weitern Zackenbarsche, kleine Weißspitzenriffhaie, ein Teppichhai, Kaiser- und Feuerfische und vieles mehr. Die Pfähle sind wunderschön bewachsen und im Schein unserer Lampen kamen die Farben so richtig zur Geltung. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und wir mussten auftauchen.
Der letzte Tauchtag hier am Ningaloo Riff führte uns zu den Muiron Inseln. Das trübe Wasser störte kaum noch, hat es uns doch zu dieser Jahreszeit die Walhaie beschert. Der Korallenbewuchs war noch intakt und sehr schön. Es waren recht flache Tauchgänge mit viel Kleinfisch, zahlreichen Nacktschnecken und Anemonenfischen. Auch könnten wir zwei Schildkröten beim Fressen beobachten.
![]() Unser Fazit: Es war ein sehr schöner Auftakt zu dem was wir noch vor uns hatten.
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. November 2009 um 21:08 Uhr |